Reifenkauf ist meist saisonbedingt

Ihr Garagist bietet Ihnen ein umfangreiches Angebot an geeigneten Reifen, Felgen- und Kompletträdern. Oft gibt es spezielle Reifensamstage, an denen das Garagenteam Sommer- beziehungsweise Winterräder im Akkord wechselt während Sie in der Montagezeit gemütlich einen Kaffee nehmen können.

Informieren Sie sich vor dem Reifenkauf auch über die Ergebnisse des TCS-Reifencheck  und die Informationen auf der Reifenetikette.


Die vielen Aufgaben eines Reifens

Reifen stellen den Kontakt vom Fahrzeug zur Strasse her. Die Kontaktfläche von vier Reifen zur Strasse entspricht in etwa der Grösse eines Din-A4-Blattes. Über diese Fläche müssen nun alle Antriebs-, Brems- und Seitenführungskräfte übertragen werden. Auch die gesamte Aufnahme der Gewichtskraft des Fahrzeuges, einschliesslich dessen Ladung, muss durch den Reifen gewährleistet werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Reifens ist das Auffangen und Absorbieren von kleineren Strassenunebenheiten. Diese Aufgabe zu erfüllen wird schwieriger für Niederquerschnittreifen. Das heisst, der Kunde muss mit Niederquerschnittreifen Komforteinbussen bezüglich der Dämpfung von Fahrbahnstössen in Kauf nehmen. Dafür bieten Niederquerschnittsreifen eine stabilere Seitenführung in Kurvenfahrten, weil sie sich weniger verformen können. Der Reifen soll möglichst einen geringen Rollwiderstand generieren und dies natürlich bei einem geräusch- und vibrationsarmen Abrollen. Das sind viele Anforderungen aufs Mal! Die Wahl des richtigen Reifens ist deshalb kein Kinderspiel. Immer mehr Fahrzeughersteller statten ihre Fahrzeuge deshalb mit speziell darauf abgestimmten Reifen aus. Dies gilt es auch bei der Ersatzbeschaffung zu beachten.

 


Gummi: Was in der schwarzen Mischung alles steckt

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Reifentypen: Sommer-, Winter- und Ganzjahres-Reifen. Dazu kommen noch Spezialreifen, beispielsweise für Geländefahrten. Die Reifen unterscheiden sich vor allem in der Gummimischung und im Profil. Der Sommerreifen hat gegenüber dem Winterreifen eine härtere Gummimischung, die auch hohe Asphalttemperaturen schadlos übersteht. Der Sommerreifen wird ab einer Temperatur von unter sieben Grad Celsius hart und unelastisch. Dies wirkt sich deutlich auf den Bremsweg und den Kurvenhalt aus.

  • Winterreifen haben dank der meist lamellenförmigen Profilstruktur nicht nur auf Schnee deutliche Haftungsvorteile gegenüber den Sommerreifen, sondern bieten dank der weicheren Gummimischung bei tieferen Temperaturen (unter sieben Grad Celsius) deutliche Sicherheitsvorteile. Bei höheren Aussentemperaturen im Sommer werden sie aber weich, was sich wiederum negativ auf den Bremsweg und den Kurvenhalt auswirkt.

  • Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss und sollten daher nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden und dies auch nur in schneearmen Gebieten, oder wenn notfalls auf das Fahrzeug verzichtet werden kann.

  • Luftdruck und Ventil

  • Die Lebensdauer und Sicherheit eines Reifens ist abhängig vom richtigen Luftdruck. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn. Die Folgen sind nicht nur übermässiger oder ungleichmässiger Profilabrieb, sondern auch eine deutlich schlechtere Haftung. Dies kann vor allem bei höheren Kurvengeschwindigkeiten oder Nässe schnell gefährlich werden.

Deshalb gilt: 
  • Luftdruck zirka alle vier Wochen einmal kontrollieren und zwar an kalten Reifen.
  • Luftdruck gemäss Herstellerangabe einstellen, achsweise gleich hoch.
  • Auch das Ersatzrad von Zeit zu Zeit kontrollieren.
  • Ein um 0.4 bar zu geringer Luftdruck hat einen Treibstoffmehrverbrauch von zwei Prozent und eine geringere Lebensdauer von 30 Prozent zur Folge.
  • Bei langen Autobahnfahrten führt zu geringer Luftdruck zu einer höheren Temperatur des Reifens bis zu über 120 Grad Celsius. Das schadet dem Reifen.
  • Das Ventil sollte bei jedem Reifenersatz ebenfalls ausgewechselt werden, denn die Gummiventile altern durch UV-Strahlung, Vibration und Temperatureinflüsse. Wenn man bedenkt, dass an einem zehn Gramm schweren Ventil bei 200 km/h rund 7,5 Kilogramm zerren, versteht man, dass altersschwache, spröde Gummiventile diesen Belastungen nicht mehr standhalten können.
  • Immer eine Ventilkappe verwenden, so wird das Innenleben des Ventils vor Schmutz, Staub und Feuchtigkeit geschützt.

nach oben