Eine echte Herausforderung für Lernende

3. Juni 2020 agvs-upsa.ch – Die Schlussprüfungen als Automobil-Assistent-in, Automobil-Fachmann/-frau und Automobil-Mechatroniker/-in stehen für viele Lernende an, aber dieses Jahr wegen Corona unter speziellen Vorzeichen. Der AGVS hat nachgefragt, wie die Vorbereitung auf die Schlussprüfungen 2020 laufen.
 
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(Quelle: AGVS-Medien)

pd./jas. Aufgrund der Corona-Krise laufen die Vorbereitungen auf die Schlussprüfungen 2020 für viele Lernende anders als gewohnt. Der AGVS hat sich daher bei angehenden Automobil-Assistenten-innen, Automobil-Fachmänner/-frauen und Automobil-Mechatronikern/-innen erkundigt, wie bei ihnen die Vorbereitungen auf die Schlussprüfungen laufen. Lernende, die sehr früh mit dem Lernen angefangen haben, verspüren kaum Stress und betrachten sich trotz der jetzigen Situation als gut vorbereitet. Es gibt aber einige, die ein mulmiges Gefühl haben oder sich gar als nicht gut vorbereitet bezeichnen, da sie grosse Hoffnungen auf die Repetitionskurse gesetzt hatten, die wegen der Corona-Krise jedoch abgesagten wurden.
 
Beim Lernen während des Lockdowns wurde von den Befragten oft bemängelt, dass der Austausch mit den Schulkollegen zu kurz gekommen sei und auch keine Lerngruppen gebildet werden konnten, was sicherlich hilfreich gewesen wäre. Auch die Kurzarbeit, die kaum Zeit liess, um im Betrieb das Arbeiten unter Prüfungsbedingungen zu üben, habe die Vorbereitungen beeinflusst.
 
Auf die Frage, ob sich die Lernenden auf die Prüfungen vorbereitet fühlen, gingen die Meinungen diametral auseinander von «Ja» bis «Nein» und «Kein gutes Gefühl» gab es alle Varianten. Ausserdem wurde festgestellt, dass der relativ kurzfristige Bescheid, ob und wie die Prüfungen stattfinden werden, die Vorbereitung auch nicht vereinfacht habe.
 
Fast einhellig war dagegen die Meinung bezüglich der mündlichen Prüfungen, die wegen Corona 2020 wegfallen. Daran störte sich indes kaum ein Lernender. Einer war sogar so ehrlich und ergänzte: «Ich hatte sehr grossen Respekt vor der mündlichen Prüfung. Ich würde also lügen, wenn ich jetzt ‹Nein› schreiben würde.» Einige wenige erklärten, dass sie es nach den ganzen Vorbereitungen in der Schule und dem grossen zeitlichen Aufwand schade finden, dass sie nun nicht aufzeigen könnten, was sie alles gelernt hätten. Positiv sei dagegen, dass man sich nun voll und ganz auf die Vorbereitung für die praktischen Prüfungen konzentrieren könne.
 
Auf die ganze Ausbildungszeit betrachtet, gestehen die Lernenden dem Lockdown höchstens geringe Auswirkung auf ihre Ausbildung zu. «Der Lockdown hat meine Ausbildung im Allgemeinen nicht beeinträchtigt. Ein oder zwei Monate sind nicht entscheidend, ob man für die Berufswelt nach der Lehre gewappnet ist oder nicht», brachte es einer der Befragten auf den Punkt.
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